Liebe Mitglieder,
die aktuellen Entwicklungen im Bereich des Ausstellungswesens und der organisierten Rassehundezucht sind besorgniserregend. Wir sehen uns mit einer wachsenden Zahl von Auflagen und Einschränkungen konfrontiert, die zum Teil klar rechtswidrig sind.
Vielfach beruhen diese Maßnahmen auf Annahmen, die einer fundierten wissenschaftlichen Prüfung nicht standhalten. So hat zuletzt das Hanseatische Oberlandesgericht in zweiter Instanz festgestellt, dass das Merkblatt von QUEN in dem entschiedenen Fall aufgrund mangelnder wissenschaftlicher Evidenz die rechtliche Grundlage fehlt.
Auch in dem Verfahren einer Mopszüchterin wurde die Notwendigkeit einer Einzelfallprüfung ausdrücklich betont und pauschalen Verboten eine klare Absage erteilt. Darüber hinaus gibt es Beispiele aus der Praxis, in denen der direkte Austausch mit Veterinärbehörden zur Aufhebung überzogener Auflagen geführt hat.
Dies zeigt deutlich, dass es sich lohnt, wenn wir fachlich fundiert und konsequent für unsere Position eintreten.
Vor diesem Hintergrund möchten wir ein Kompetenznetzwerk Erhalt der Rassehundezucht ins Leben rufen. Ziel ist es, engagierte und kompetente Mitglieder aus unseren Vereinen zusammenzuführen, um Erfahrungen auszutauschen, Wissen zu bündeln, ein belastbares Netzwerk aufbauen und gemeinsam tragfähige Strategien zu entwickeln.
🔺️ Dafür suchen wir ausdrücklich Mitglieder, die bereit sind, sich aktiv einzubringen und den Aufbau dieser Gruppe mitzugestalten. 🔺️
Es hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend gezeigt, dass ein abwartendes Verhalten in der Hoffnung, die eigene Rasse werde von bestimmten Entwicklungen verschont bleiben, keine tragfähige Perspektive mehr darstellt. Vielmehr betrifft die Dynamik früher oder später nahezu alle Bereiche der Rassehundezucht.
Wir sollten gemeinsam dagegen angehen, dass fachlich und rechtlich zweifelhafte Vorgaben dauerhaft etabliert werden!
Ein konkretes Ziel dieses Netzwerks ist es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, die CACIB Erfurt in den kommenden Jahren wieder durchführen zu können. Die Probleme mit dem zuständigen Amtsveterinär sind wohl bekannt. Um hier künftig rechtssicher und fundiert agieren zu können, möchten wir eine strukturierte Argumentationsgrundlage erarbeiten, ein Positionspapier, das wissenschaftliche Evidenz, veterinärmedizinische Bewertung und juristische Einordnung zusammenführt.
Dies soll es ermöglichen, überzogenen, fachlich nicht begründeten und rechtswidrigen Auflagen sachlich und fundiert entgegenzutreten.
Dafür sind wir auf eure Erfahrung, euer Wissen und eure Mitarbeit angewiesen.
Ein erstes persönliches Treffen ist im Rahmen der CACIB Possen am Freitag, den 12.06.2026 angedacht. Vorab möchten wir in einem Online-Meeting das Interesse abfragen und die weiteren Schritte abstimmen.
Unten haben wir hierfür mehrere Termine zur Auswahl eingestellt, gerne könnt ihr uns über das Formular auch Kommentare oder Anregungen zukommen lassen
Viele Grüße
Johannes Menke
VDH Landesverband Thüringen
RA.menke@vdh-thüringen.de
0177/2144 555
Stefanie Mahlberg
VDH Landesverband Thüringen
stefanie.mahlberg@vdh-thüringen.de
0178/495 4499
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Bitte tragt euch für die Terminabstimmung ein. Mehrfachauswahl ist möglich.
Die Auswertung dient dazu, einen Termin zu finden, an dem möglichst viele teilnehmen können, sowie einen Überblick über das Interesse und die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit zu gewinnen. Wenn ihr Ideen oder Vorschläge habt, die ihr uns mitteilen möchtet, freuen wir uns auf eure Nachricht.
