Sozialverträgliche Hunde durch kontrollierte Rassehundezucht
Aggressives Verhalten bei Hunden ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels von genetischen Anlagen und Umwelteinflüssen. Eine aktuelle wissenschaftliche Übersichtsstudie zeigt: Sowohl die genetische Basis als auch Faktoren wie frühe Prägung und Sozialisation im Welpenalter spielen eine entscheidende Rolle dafür, ob Hunde im späteren Leben ein stabiles und ausgeglichenes Wesen entwickeln oder ob Probleme mit Aggressivität auftreten können.
Gerade hier liegt die große Stärke der kontrollierten Rassehundezucht. Nur im Rahmen einer verantwortungsvollen Zuchtplanung können wesentliche Aspekte gezielt miteinander verbunden werden: die Auswahl von Elterntieren mit einem freundlichen, ausgeglichenen Wesen, die gewissenhafte Betreuung von Hündin und Welpen während der sensiblen Prägephase und eine strukturierte Sozialisierung, die die jungen Hunde optimal auf ihr späteres Leben vorbereitet.
Während in unkontrollierter oder gar illegaler Vermehrung oft weder auf genetische Voraussetzungen noch auf frühe Umweltbedingungen geachtet wird, bietet die organisierte Rassehundezucht ein Umfeld, in dem genau diese Faktoren im Sinne des Hundewohls gesteuert und überprüft werden. So entstehen Hunde, die nicht nur gesund, sondern auch verlässlich im Wesen sind – eine Grundlage für ein harmonisches Zusammenleben von Mensch und Hund.
Die Studie macht deutlich: Aggressivität lässt sich weder allein auf Gene noch ausschließlich auf Umwelt zurückführen. Entscheidend ist die Kombination aus beidem – und genau hier zeigt sich, wie wichtig eine planvolle und verantwortungsbewusste Zuchtarbeit ist. Züchterinnen und Züchter im organisierten Verband übernehmen diese Verantwortung Tag für Tag.
Quelle: Sartore et al. (2025): Genetic and Gene-by-Environment Influences on Aggressiveness in Dogs: A Systematic Review from 2000 to 2024. Animals, 15(15), 2267.
