Gesundheit

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    Vorwort

    Dieser Artikel beschäftigt sich mit CDDY und IVDD beim Teckel, aber er handelt eigentlich von etwas Größerem. Denn die Art, wie diese Debatte derzeit geführt wird, ist selbst ein Lehrstück über wissenschaftliche Redlichkeit, Deutungshoheit und die Frage, wer als glaubwürdig gilt und wer nicht.

    An der Erarbeitung aktueller Leitlinien zur Chondrodystrophie waren anerkannte, etablierte Wissenschaftler beteiligt. Das ist zunächst einmal ein gutes Zeichen: Hier wurde offenbar mit Fachkompetenz gearbeitet. Bemerkenswert ist jedoch, wie mit denjenigen umgegangen wird, deren Ergebnisse oder Einordnungen der öffentlich propagierten, monokausalen Erzählung widersprechen: Ihnen wird nicht auf der Ebene der Daten widersprochen, sondern ihre Kompetenz, Motivation oder Unabhängigkeit wird pauschal infrage gestellt. Wer differenziert oder mit einer prominenten öffentlichen Position nicht übereinstimmt, gilt schnell als befangen, ideologisch oder gar käuflich.

    Diese Strategie ist nicht neu, und sie ist auch nicht auf eine Seite der Debatte beschränkt. Der Vorwurf, „Rassefans“ seien durch kognitive Verzerrung oder emotionale Bindung an „ihre“ Rasse unfähig, die Sachlage objektiv zu beurteilen, mag im Einzelfall zutreffen, er kann aber ebenso gut selbst zum Instrument werden, um unbequeme Evidenz oder abweichende Fachmeinungen zu delegitimieren, ohne sich mit ihnen inhaltlich auseinandersetzen zu müssen. Bias ist keine Einbahnstraße. Wer anderen vorwirft, aus emotionaler oder wirtschaftlicher Nähe zur Sache heraus zu argumentieren, sollte sich derselben Frage stellen: Welche eigene Position, welches eigene Interesse, welche eigene Vorannahme steht hinter der eigenen Einordnung? Eine Kritik an Bias, die selbst nicht reflektiert, disqualifiziert sich nicht automatisch, aber sie verdient dieselbe kritische Prüfung, die sie bei anderen einfordert.

    Der Teckel eignet sich für diese Auseinandersetzung besonders gut: Er ist medial präsent, emotional aufgeladen, und sein Erscheinungsbild lässt sich plakativ auf einen einzelnen Genort reduzieren. Das macht ihn zu einem idealen Fallbeispiel, aber eben auch zu einer Projektionsfläche. Die eigentliche Auseinandersetzung reicht über die Rasse weit hinaus: Es geht um die grundsätzliche Frage, ob und wie die organisierte, rassespezifische Hundezucht in ihrer heutigen Form fortbestehen kann und soll. Wird diese Grundsatzdebatte am Beispiel einer einzelnen, besonders sichtbaren Rasse geführt, ist der Teckel weniger Gegenstand als Stellvertreter – ein Umstand, der die Debatte für jeden Zuchtverein und jede Rasse relevant macht, unabhängig davon, ob CDDY oder FGF4-Retrogene dort überhaupt eine Rolle spielen.

    Genau deshalb lohnt sich der nüchterne Blick auf die Daten, den dieser Artikel versucht – nicht um eine Seite zu bestätigen, sondern um der Versuchung zu widerstehen, eine komplexe, multifaktorielle Erkrankung zum Symbol einer größeren, längst ideologisch geführten Auseinandersetzung zu machen.

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    Kostenlose Webseminare „Grundlagen Genetik und Erbkrankheiten“

    Genetische Untersuchungen zu Erbkrankheiten und Merkmalen wie Haarlänge oder Fellfarbe gewinnen für die Hundegesundheit und eine verantwortungsvolle Zucht zunehmend an Bedeutung. Wir möchten Sie zu den kostenlosen Webseminaren „Grundlagen Genetik und Erbkrankheiten“ von Laboklin einladen, bei denen die Genetik-Expertin Christina Dangel Ihnen das notwendige Wissen für die Zucht genetisch gesunder Welpen vermittelt. Die Seminare finden…

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    Meinung

    Persönlicher Beitrag Persönliche Stellungnahme zum Thema AGT-Leitlinien Autorin: Stefanie Mahlberg Im Zusammenhang mit den aktuellen Leitlinien der AG Tierschutz der Länder zur Auslegung des § 10 der Tierschutzhundeverordnung habe ich mich schriftlich an die Geschäftsstelle der AGT gewandt.Nachfolgend veröffentliche ich meine Antwort an die AGT-Geschäftsstelle. Der Beitrag bezieht sich exemplarisch auf die Rasse Teckel, behandelt…

  • Aktueller Tollwutfall in Rheinland-Pfalz: „legal eingeführt“ – mit gefälschten Papieren

    Deutschland gilt seit 2008 als frei von klassischer (terrestrischer) Tollwut bei Wild- und Haustieren. In den letzten Jahrzehnten wurden jedoch Tollwutfälle in Deutschland dokumentiert bei Hunden, die illegal oder mit unklaren Einfuhr- bzw. Impfstatus-Dokumenten eingeführt wurden: > 2010: Tollwut bei einem Hund nach illegalem Import aus Bosnien. > 2013: Tollwut bei einem Welpen aus Marokko….

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    Einladung zum Kynologischen Basiskurs 2026 der VDH-Akademie

    Ab dem 23. Februar 2026 startet die Online-Seminarreihe der VDH-Akademie mit fünf Modulen rund um Genetik, Zuchtstrategien, Recht, Anatomie, Zuchtordnung sowie Geburt und Welpenaufzucht.Das Komplettpaket (alle Module) kostet 125,00 EUR inkl. MwSt.Alle Seminare beginnen um 18:30 Uhr und stehen anschließend 7 Tage als Aufzeichnung zur Verfügung. Fundiertes Wissen ist die Grundlage verantwortungsvoller Hundezucht im VDH…

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    NEUE SEITE – IK-Rechner

    🆕️ update, neue Funktionen Der Rechner kann ➡️ 6 Generationen übersichtlich erfassen, ➡️ den Inzuchtkoeffizienten und den Ahnenverlustkoeffizienten berechnen und eine ➡️ Ahnentafel mit Bildern erstellen. Die Eingabe erfolgt bequem über eine Liste, bei *Klick* auf ein Eingabefeld wird das entsprechende Feld auf der Ahnentafel markiert, die in der Liste eingegebenen Daten erscheinen synchron in…

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    Online-Seminar der VDH-Akademie: Erste Hilfe beim Hund Der VDH bietet im November ein praxisnahes Online-Seminar an, das sich speziell an Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer richtet. Die Veranstaltung vermittelt grundlegendes Wissen zur Ersten Hilfe und hilft dabei, in Notfallsituationen sicher und souverän reagieren zu können. Erste Hilfe beim Hund – Was sollten Hundebesitzer wissen? 27. November 2025…

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    Babesiose – unterschätzte Gefahr

    Zecken gehören zu den größten Gesundheitsrisiken für unsere Hunde und ihre Bedeutung nimmt auch in Thüringen stetig zu. Während viele Hundehalter die Gefahr durch Borreliose oder FSME kennen, wird eine andere Erkrankung oft übersehen: die Babesiose. Babesien sind Einzeller, die durch den Stich der Auwaldzecke übertragen werden. Sie befallen die roten Blutkörperchen des Hundes und…